Drei LTFler auf den Spuren Hannibals

Hannibals Alpenüberquerung liegt mehr als 2000 Jahre zurück. Drei LTFler sagten sich, „es muss auch heute noch möglich sein, diesen Weg ohne Motorkraft“ zurückzulegen. Elefanten sind heutzutage selten verfügbar, also musste ein anderes „Lasttier“ herhalten – der „Packesel“ hat zwei Räder und wird gemeinhin als Trekking-Rad bezeichnet.

Vor mehr als einem Jahr wurde der Plan geschmiedet und in diesem Sommer in die Tat umgesetzt.

Start war am 27. Juni um 9 Uhr am Püttlinger Bahnhof. Hier trafen sich Angelika, Manfred und Anneli zum Startfoto und gemeinsamen Aufbruch. Besonders gefreut haben sich die 3 über die Verabschiedung durch Juliane und den 1. Vorsitzenden des LTF Armin Jakob. Letzterer hatte nicht nur gute Wünsche mitgebracht sondern auch für jeden Radler einen Glücks-Cent.
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Start am Püttlinger Bahnhof
   
So gerüstet konnte nichts mehr schiefgehen. Die Route führte zunächst entlang des Saar-Kohle-Kanals vorbei an Phalsbourg am Fuß der Vogesen nach Saverne. Weiter ging es durch das malerische Elsaß vorbei an weiten Wiesen mit Störchen am Wegrand nach Denzlingen im Schwarzwald. Daran schloss sich die erste größere Bergetappe durch das Glottertal hoch bis St. Peter und St. Märgen, vorbei an Tittisee-Neustadt bis zur Schweizer Grenze nach Stühlingen an. Während es der Wettergott bis dahin gut gemeint hatte mit den 3 Radlern, empfing die Schweiz die Gruppe mit kühlen Temperaturen und Regen. Die ließen sich aber die Laune nicht verderben und nach zwei Stunden klarte der Himmel auf. Sogar die Sonne ward auf der Fahrt durch den Kanton St. Gallen gesehen. Tages-Etappenziel war Weesen am Walensee. Am nächsten Tag, dem 1.Juli, ging es am Walensee entlang weiter durch die Schweiz bis zum 720 m über dem Meeresspiegel gelegenen Thusis im Kanton Graubünden. Hier stärkten sich die 3 mit einem vorzüglichen Menü für die anspruchsvollste Tages-Etappe:  die Alpenüberquerung. Am nächsten Morgen wurde bei strahlendem Sonnenschein zeitversetzt Richtung Splügenpass gestartet. Die Planung ging auf. Gegen 12:30 Uhr erreichten alle nach 36 km Aufstieg zeitgleich den mit 2115 m höchsten Punkt der Reise. Schnell wurde das obligatorische „Siegerfoto“ geschossen und die Abfahrt ins Tal angetreten. 
auf dem Pass
Auf dem Splügenpass
  
Leider zeigte sich „bella Italia“ nicht von seiner freundlichen Seite. Der Himmel öffnete alle Schleusen, weinte heftig vor Freude. Immerhin wurde es mit jeden zurückgelegten Kilometer wärmer und nach etwa 2 Stunden klarte der Himmel wieder auf. Müde und glücklich trafen die 3 am  Comer See ein. Bei „Bilderbuchwetter“ wurde die Fahrt am nächsten Morgen entlang des Comer Sees fortgesetzt. Nasse Kleider und Schuhe trockneten schnell auf dem Gepäckträger und am Nachmittag wurde die letzte anstrengende Steigung der Fahrt gemeistert. Tagesziel war Cassano d'Adda in der Lombardei. Weiter ging es am nächsten Morgen zur Geburtsstadt Giuseppe Verdis: Busseto. Die italienische Sonne brannte vom strahlend blauen Himmel während der nächsten beiden Tages-Etappen durch die Po-Ebene bis Massa Lombarda. Und da war er, der letzte Tag der Tour. Am 7. Juli ging es auf die letzte Etappe. Nach einem kleinen Unfall, der glücklicherweise glimpflich ausging, wurden die 3 gegen Mittag auf besondere Art willkommen geheißen. Der 84jährige Besitzer des Hotels am Zielort begleitete die Gruppe auf den letzten 30 km zum Meer.


Stolz, glücklich und zufrieden wurde die Ankunft mit Prosecco ausgelassen und ausgiebig gefeiert.

Insgesamt wurden während 11 Tagen 1114 km zurückgelegt.

120 am ziel
Am Ziel in Igea Marina